Mittwoch, 1. August 2007

History

1 Kommentare: ( vom 28.4.07 - merci Anonym )
Anonym Hat gesagt…
Bereits im Jahr 1851 fand in London die „Prince Albert's Great Exhibition“ statt, eine Messe, bei der jedes Land seine besten Produkte vorführen sollte. Für die Engländer war das Anlass, die US-Amerikaner dazu einzuladen, mit einer Yacht nach England zu kommen und sich in einer Regatta mit ihnen zu messen. Ein amerikanischer Yachtclub nahm die Herausforderung an und gab den Bau eines Schoners (Zweimasters) in Auftrag.

Die Regatta wurde am 22. August 1851 vor der britischen Isle of Wight, zunächst unter dem Namen „100 Guinea Cup“, ausgetragen und von dem US-amerikanischen Schoner America des „New York Yacht Club“ (NYYC) gewonnen. Der etwa 30 m lange Zweimaster gewann gegen 15 britische Teilnehmer des Clubs „Royal Yacht Squadron“ mit 20 Minuten Vorsprung. Die America wurde als Siegerin der ersten Regatta zur Namensgeberin des America's Cup. Den Pokal, den das erfolgreiche Syndikat erhielt, übergab es dem New York Yacht Club mit der Auflage, dass der Pokal von anderen Nationen herausgefordert werden könne. Dies geschah mit einer Stiftungsurkunde, dem so genannten „Deed of Gift“. Der Passus, dass es ein Kampf zwischen befreundeten Nationen sein sollte, sorgte insbesondere beim AC 2003 für Irritationen. Insbesondere Alinghi (SUI) und BMW Oracle Racing (USA) traten mit multi-nationalen Teams an. Die Teammitglieder verlegten ihren Wohnsitz in das jeweilige Land, um mit dem Deed of Gift konform zu gehen. Mittlerweile sind internationale Teams erlaubt.

Die Amerikaner verteidigten den Pokal in einer unvergleichlichen Siegesserie 132 Jahre lang (von 1851 bis 1983) bei 25 unregelmäßig stattfindenden Wettbewerben.

Einer der Großen in den frühen Jahren des America's Cup war der englische Unternehmer Thomas Lipton (Lipton Tee). Zwischen 1899 und 1930 forderte er die Amerikaner fünfmal mit seinen Yachten Shamrock (I) bis Shamrock V heraus, unterlag aber jedes Mal. Dafür erhielt er einen speziell für ihn geschaffenen Pokal für den „besten aller Verlierer“. Seglerisch war Lipton zwar nicht erfolgreich, aber er steigerte den Bekanntheitsgrad seiner Tee-Marke in den USA. So wurde er quasi zum Vorreiter des Sportmarketings.

In den 1930er Jahren trat der aus einer amerikanischen Eisenbahndynastie stammende Harold S. Vanderbilt dreimal als Skipper erfolgreich an (1930, 1934 und 1937). In dieser Zeit wurde der Cup mit den sehr langen (ca. 41 m) J-Klasse-Yachten ausgetragen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, ab 1958, wurden die J-Klasse-Yachten durch die kleineren 12-Meter-Klasse-Yachten abgelöst. Die Konstruktion dieser Boote orientierte sich an einer Formel, die 12 m als Ergebnis hatte. Die Länge der Yachten betrug ca. 20 m, also etwa die Hälfte der J-Klasse-Yachten.

Die Siegesserie der Amerikaner setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg noch über 8 weitere Regatten bis einschließlich 1980 fort.


Die Wende [Bearbeiten]Dreimal (1974, 1977 und 1980) engagierte sich der umstrittene australische Geschäftsmann Alan Bond erfolglos im America's Cup. Schließlich nahm er 1983 ein viertes Mal teil, und mit der von John Bertrand gesteuerten Australia II gewann erstmals ein nicht-amerikanisches Team. Die Australier schlugen dabei den legendären amerikanischen Skipper Dennis Conner (Conner gewann den Cup 4 Mal bei 9 Teilnahmen). Mit ausschlaggebend war das höhere Geschwindigkeitspotenzial der Australia II, die sich durch einen innovativen „Flügelkiel“ auszeichnete.

Vor der Pokalübergabe mussten Handwerker zu Einsatz kommen, da der Pokal in einer Vitrine in den Räumen des NYYC vor Jahrzehnten festgeschraubt worden war.

Schon beim nächsten Cup 1987 holte Dennis Conner den Pokal zurück in die USA.

Ein Jahr später folgte 1988 das legendäre „ungleiche Duell“ (Mis-Match): Neuseeland forderte Conner heraus mit einer riesigen 36 m langen Yacht, der KZ1 (en), doch Conner verteidigte den Cup mit einem Katamaran (Zweirumpfboot). Im Anschluss warfen sich beide Parteien vor Gericht Regelbruch vor, aber in letzter Instanz behielt Conner den Pokal, obwohl es in den Anfangszeiten - gegen den franz. Herausforderer Baron Bric - auch schon auf Seiten des verteidigenden NYYC Präzedenzregel"dehnungen" gegeben hatte.

28. April 2007 18:56

Dienstag, 31. Juli 2007



----- > geht bald weiter - 33. AC - Termine - Modus - Teams <-----

Sonntag, 15. Juli 2007

The Final Race - Alinghi Vs Emirates Team New Zealand


Donnerstag, 5. Juli 2007


Nächster Cup in anderen Bootsklassen
Der Schweizer Titelverteidiger Alinghi hat am Donnerstag das Protokoll für den 33. America's Cup veröffentlicht, trotzdem bleiben hinsichtlich Schauplatz, Modus und Austragungszeit viele Fragen offen. Sicher ist zunächst allein, dass die prestigeträchtigste Segel-Veranstaltung der Welt künftig mit anderen Booten als zuletzt ausgetragen wird.
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Spektakuläre Bilder vom Showdown


Hat ausgedient: Die Bootsklasse des 32. AC© AFP

Größer, schneller und schmaler
Die Yachten sollen künftig größer, schneller und schmaler sein sowie über eine größere Segelmasse verfügen. An Bord sind mindestens 20 Mann Besatzung erforderlich. Bisher bestand eine Crew aus 17 Mitgliedern. Über die genauen Design-Regularien soll bis zum 31. Dezember 2007 entschieden sein.
Wann und wo der nächste Cup ausgetragen wird, ließen Alinghi und die Veranstalter ebenfalls offen und gewährten sich auch hier eine Frist bis zum Jahresende. Als Favorit gilt weiterhin Valencia. Veranstaltungs-Chef Michel Bonnefous bestätigte entsprechende Gespräche mit den Spaniern: "Die Chancen, dass wir uns mit Valencia einigen, stehen gut. Es gibt aber auch noch einige andere Bewerber aus Europa."

2009, 2010 oder 2011?
Nur wenn die Iberer den Zuschlag erhalten sollten, wird der 33. Cup wohl schon 2009 ausgetragen. Andernfalls würde das Event eine längere Vorbereitungszeit erfordern und erst 2010 oder 2011 erneut stattfinden. Für Valencia könnte sich die limitierte Fläche des Hafens als problematisch erweisen. Schon jetzt haben die meisten der elf letzten Herausforderer ihre Absicht geäußert, wieder an den Start gehen zu wollen. Das neue brititische Syndikat Team Origin hat ebenfalls seine Zusage gegeben, weitere Interessenten könnten folgen.
Im Vorfeld des 33. Cups und seiner Herausforderer-Runde soll es zudem erneut Vorbereitungsrennen geben. Welchen Status diese Wettfahrten erhalten, ist allerdings ebenfalls bisher nicht geklärt. Möglicherweise kommen hier auch noch die Rennyachten nach der Version des vergangenen Cups zum Einsatz.


Alinghi gewinnt den America's Cup mit 5:2


(Photo credit: Ivo Rovira/Alinghi)
Alinghi, Schweizer Titelverteidiger des America’s Cup von der Société Nautique de Genève, hat heute den 32. America’s-Cup-Match mit einem 5:2-Sieg über den Herausforderer Emirates Team New Zealand gewonnen. Alinghi gewann den spannenden Match mit einem unglaublichen 1-Sekunden-Sieg im entscheidenden 7. Rennen.

«Dies ist ein fantastischer Tag für Alinghi – nach vier Jahren harter Arbeit haben wir den America’s Cup erneut gewonnen. Die Crew, die Designer und die Landcrew haben während der ganzen Serie erstklassige Arbeit geleistet. Wir haben hart gegen einen starken Herausforderer gekämpft und gewonnen. Heute Abend wird gefeiert!», erklärte Team-Skipper Brad Butterworth.

Alinghi war 2003 das erste europäische Team, das den America’s Cup gewinnen konnte, und hat heute mit der erfolgreichen Titelverteidigung in Europa eine weitere Premiere geschafft. Alinghi ist nun, neben dem Team Dennis Conner, die einzige Crew in der Geschichte des Cups, die als Herausforderer und Verteidiger gewinnen konnte.

Der 32. Match wird Segelfans in aller Welt lange als hoch spannender und aufregender Wettkampf in Erinnerung bleiben – es gab während der ganzen Serie zahlreiche Führungswechsel und der durchschnittliche Vorsprung betrug 23 Sekunden. Die Straffung der America’s Cup Rule trug dazu bei, dass die Rennen so hart umkämpft waren. Die Unterschiede waren minimal und ETNZ erwies sich als sehr gut vorbereitetes Team mit einem schnellen Boot und solider Crew-Arbeit.

«Obwohl die Boote nicht sehr ähnlich sind, was die Anbauten und die Rumpfformen betrifft, dachten wir schon, dass es eng werden würde», sagte Grant Simmer, Alinghis Managing Director und Designteam-Koordinator. «Es geht bei diesem Wettkampf um Meter – Meter, die einem erlauben, sich in eine Position mit starkem Leebug zu bringen, oder Meter, welche die Möglichkeit zum Kreuzen schaffen. Es ist so eng, dass es auf jeden Zentimeter ankommt.»

Wie eng es ist, zeigte sich auch im heutigen Rennen wieder. Alinghi führte an der ersten Luvtonne mit 7 Sekunden, aber ETNZ konnte sich die Führung zurückerobern und rundete das Leegate mit 14 Sekunden Vorsprung.

Alinghi konnte auf der zweiten Kreuz zu ETNZ aufschliessen und die Kiwis entschieden sich zu einem drastischen Manöver, indem sie ausserhalb der Schlaglinie zur Luvmarke nach Backbord wendeten. Als Alinghi von Steuerbord kam, versuchte ETNZ hinten durch zu schlüpfen, um auf den Leebug zu kommen und Alinghi daran zu hindern, die Marke zu runden. Aber die Kiwis hielten sich nicht frei und zwangen Alinghi, den Kurs zu ändern. Dies wurde von den Schiedsrichtern auf dem Wasser mit einer Strafe geahndet.

Kurz vor dem Ziel, mit dem Sieg weniger als eine Meile entfernt, drehte der Wind und fiel völlig zusammen, worauf Alinghi eine Genua hissen musste, um wieder an Geschwindigkeit zuzulegen. ETNZ vollendete die Strafdrehung just in jenem Moment, wo Alinghi wieder an Fahrt gewann. Das Schweizer Team hatte gerade genug Speed, um den Bug über die Ziellinie zu drücken und den America's Cup mit einem minimalen Vorsprung wieder zu gewinnen!
Alinghi möchte den Hauptsponsoren, Co-Sponsoren und offiziellen Ausrüstern für ihre Unterstützung während dieser Kampagne danken – sie alle haben eine wichtige Rolle beim Erringen des heutigen Sieges gespielt.



Weitere News:
Alinghi möchte den Jubel und die Freude über den erneuten Gewinn des America's Cup mit den Fans teilen und wird mit dem berühmten Auld Mug eine «Homecoming-Tour» durch die Schweiz machen, die am 8. Juli um 17:00 Uhr im Parc Des Eaux Vives von Genf beginnt. Diese «Rückkehr nach Hause» fällt mit dem 150. Geburtstag des Lancierung des America's-Cup-Events zusammen und ist für die Bevölkerung frei zugänglich. In der Folge werden Team-Mitglieder mit dem America's Cup in Zürich (10. Juli), Bern (12. Juli) und Lugano (14. Juli) Halt machen, die Fans treffen und die Abenteuer der siegreichen 32. America's-Cup-Kampagne Revue passieren lassen. Zusätzlich wird das Team in den nächsten Monaten voraussichtlich auch andere Länder und Kontinente besuchen, um Segel- und Sport-Fans weltweit die Gelegenheit zu geben, den «Auld Mug» aus nächster Nähe zu bestaunen und mehr über die Faszination dieses einzigartigen und immer populäreren Wettkampfs – America's Cup – zu erfahren.


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America's Cup Match
Winner: first team to win five matches.





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Dienstag, 3. Juli 2007







.. home

........ ich bin schon wieder eine segelnation !

Samstag, 30. Juni 2007


Drei Matchbälle für die Alinghi

Titelverteidiger Alinghi ist nur noch einen Sieg vom erneuten Gewinn der begehrtesten Segeltrophäe der Welt entfernt. Die Schweizer distanzierten im sechsten Rennen um den America´s Cup vor Valencia Herausforderer Team Neuseeland um 28 Sekunden und führen in der "best-of-nine"-Serie mit 4:2.

Damit fehlt dem Syndikat um den deutschen Sportdirektor Jochen Schümann (Penzberg) nur noch ein Sieg zum Gesamttriumph. "Jetzt haben wir drei Matchbälle", freute sich Schümann, "ich wünsche mir, das wir gleich den ersten verwandeln!" Doch das wird nicht einfach. "Unsere Mannschaft ist solide wie ein Felsen. Wir können noch zurückschlagen", gibt sich Neuseelands Teamchef Grant Dalton kämpferisch. Die siebte Wettfahrt findet am Sonntag (15.00 Uhr) statt.

Die sechste Wettfahrt war von perfekten Bedingungen mit leichten, aber stetigen Winden und wenig Wellen geprägt. Zunächst konnten sich die Neuseeländer schon vor der ersten Wendeboje von den Schweizern absetzen, den Vorsprung auf bis zu 90 Meter vergrößern und gaben Alinghi keine Möglichkeit zum Überholen. Aber nach der Hälfte des Rennens meldete sich der Titelverteidiger dann zurück. Mit perfekter Taktik erarbeitete sich Steuermann Ed Baird eine komfortable Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab.
[ Video des SF ] 10 min Real Player
[ Match Analyse ] Yacht Online


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America's Cup Match
Winner: first team to win five matches.





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Alinghi geht im 32. America’s-Cup-Match mit 3:2 in Führung
2007-06-29
Alinghi gewann Rennen 5 im 32. America’s Cup mit einem Vorsprung von 19 Sekunden und führt damit 3:2 in der Serie gegen den Herausforderer Emirates Team New Zealand (ETNZ). Wer zuerst fünf Rennen für sich entscheiden kann, gewinnt den Cup.
Nach einer engen ersten Kreuz, bei der beide Boote auf die rechte Seite des Kurses hinaussegelten, rundete Alinghi mit einem Rückstand von 12 Sekunden auf ETNZ und konnte auf der ersten Vorwindstrecke Boden gut machen, als plötzlich der Spinnaker der Kiwis riss. ETNZ hatte Mühe, den neuen Spinnaker zu setzen, und Alinghi konnte überholen und die Führung übernehmen – aus dem 40-Meter-Rückstand wurde innerhalb von zwei Minuten ein Vorsprung von 140 Metern. Die Schweizer führten beim Leegate mit 26 Sekunden.

Auf dem zweiten Amwindkurs wehrte Alinghi die Angriffe von ETNZ ab und rundete die zweite Luvtonne 24 Sekunden vor den Kiwis. Während Alinghi auf dem zweiten Vorwindkurs weiterhin mit dem asymmetrischen Spinnaker segelte, setzten die Kiwis einen symmetrischen Spinnaker und konnten so fünf Sekunden gutmachen. Aber Skipper und Taktiker Brad Butterworth und seine Crew kontrollierten die Neuseeländer und wehrten alle Angriffe ab.

Das Schweizer Team gewann die 5. Regatta mit (nur) 19 Sekunden Vorsprung.
[ Video des SF ] 18 min Real Player

Im heutigen Rennen durften sich die Zuschauer wieder über spannende Zweikämpfe und einen Führungswechsel freuen. In den fünf bisher gesegelten America’s-Cup-Rennen gab es nur zwei Races ohne Führungswechsel.

Quotes von Francesco Rapetti (ITA), Mastman auf SUI100
Wie fühlt man sich, wenn man zum ersten Mal in diesem America’s Cup zwei Rennen hintereinander gewinnt?
«Es ist ein sehr gutes Gefühl. Das ist es, was wir mögen und was wir wollen: Kontinuität. Das hat uns im ersten Teil der Regatta gefehlt, und ich denke, es lag daran, dass der Wind so wechselhaft war. Wir haben im zweiten Rennen auch einige Fehler gemacht, deshalb wollen wir jetzt weiter gewinnen – morgen ist ein wichtiger Tag.»

Waren Sie zufrieden mit dem Vorstart von heute?
«Unser Ziel war es, auf der rechten Seite zu starten, und das haben wir auch gemacht. Aber dann drehte der Wind nach links, deshalb hatten wir Probleme beim Ansteuern der Luvtonne.»

Haben Sie sich auf dem zweiten Vorwindkurs von Emirates Team New Zealand bedroht gefühlt?
«Wir haben einige schlechte Halsen gemacht, wir waren wohl ein wenig zu sehr mit ihrem Fehler beschäftigt. Wir haben diesen Fehler nicht genügend gut ausgenutzt, deshalb konnten sie uns wieder auf die Pelle rücken, aber wir haben dann keine weiteren Fehler mehr gemacht und das Rennen gewonnen.»

Ein kurzer Ausblick auf den morgigen Tag und Rennen 6?
«Das morgige Rennen ist ohne Zweifel enorm wichtig – es könnte der Wendepunkt in dieser Serie werden.»
Quelle Alinghi 29.6.07


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Winner: first team to win five matches.








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Alinghi hat im Kampf um den America´s Cup erstmals seit der ersten Regatta wieder die Führung übernommen.

Das Schweizer Boot sollte sich nicht allzu viel auf diesen Sieg einbilden: Vor dem Malheur hatten die Neuseeländer stets in Führung gelegen.Und trotz den von Alinghi herbeigesehnten Windstärken von 15 Knoten war die SUI 100 nicht schneller als das neuseeländische Boot. Im Gegenteil: Die erste Marke umrundeten die Kiwis zur Überraschung zahlreicher Experten sechs Sekunden vor dem Bertarelli-Team. Und auch auf dem Vorwind-Kurs war Alinghi nicht entscheidend besser unterwegs. Danach traf auf der NZL 92 der GAU ein. Ein Loch im Spinnaker, das wahrscheinlich von einer unsachgemässen Handhabung herrührte, führte zum Riss des ballonartigen Segels.Alinghi nutzte diese Phase, um aus 50 m Rückstand 150 m Vorsprung zu machen. Danach kontrollierte Ed Baird mit seiner Crew das Gesehen souverän. Trotz der 3:2-Führung wird man sich bei Alinghi nicht grenzenlos freuen. Eigentlich war man davon ausgegangen, bei Winden um 15 Knoten einen Speedvorteil zu haben. Davon war allerdings nichts zu sehen.Auch die nächsten Regatten, die am Samstag und Sonntag bei ähnlichen Winden ausgetragen werden, dürften somit hart umkämpft sein.

Mittwoch, 27. Juni 2007


Alinghi meldet sich zurück
Titelverteidiger Alinghi hat in der "best-of-nine"-Serie beim 32. America's Cup den 2:2-Ausgleich perfekt gemacht. Nach zuvor zwei Niederlagen in Folge distanzierten die Schweizer den Herausforderer Team New Zealand am Mittwoch um 30 Sekunden. Das fünfte Rennen findet am Freitag (15.00 Uhr) statt.

In der vierten Wettfahrt zeigte sich Alinghi von den beiden vorherigen Schlappen gut erholt und fuhr einen fast ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Nach gutem Rennbeginn ließen die als Favorit in den Vergleich gegangenen Schweizer die Neuseeländer kaum einmal auf mehr als eine Bootslänge herankommen. Die taktischen Fehler vom Dienstag wurden nicht wiederholt.

Die äußeren Bedingungen machten den Seglern dieses Mal keinen Strich durch die Rechnung. Am Vortag hatten wechselnde Winde für eine zweistündigen Startverzögerung gesorgt, auch während des Rennens waren kaum stabile Bedingungen vorhanden. Alinghi-Eigner Ernesto Bertarelli hatte daraufhin die Wettfahrtleitung scharf kritisiert. "Das dritte Rennen war ein Glücksspiel wie in Las Vegas und hätte unter diesen Umständen eigentlich nicht stattfinden dürfen", meinte der 41-Jährige.


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America's Cup Match
Winner: first team to win five matches.










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Dienstag, 26. Juni 2007

"Kiwis" bringen Alinghi zweite Niederlage bei
Titelverteidiger Alinghi hat sich im Kampf um den 32. America's Cup in Valencia erneut den Wind aus den Segeln nehmen lassen.

Die Schweizer wurden von Herausforderer Team New Zealand am Dienstag um 25 Sekunden distanziert und gerieten in der "best-of-nine"-Serie nach der zweiten Niederlage in Folge mit 1:2 Siegen ins Hintertreffen.

Schon vor dem Start mussten beide Mannschaften starke Nerven beweisen. Wechselnde Winde hatten den Beginn des Rennens um zwei Stunden verzögert. Das Team New Zealand schien dieses Geduldsspiel zunächst besser verkraftet zu haben und setzte sich bis zur ersten Wendemarke um 1:23 Minuten ab.

Probleme beim Einholen des Spinnakersegels liessen diesen Vorsprung jedoch zunehmend schwinden, so dass die Alinghi zwischenzeitlich sogar in Führung ging. In einem spannenden Finish schoben sich die "Kiwis" aber wieder nach vorn. Alinghi kann nun in der vierten Wettfahrt am Mittwoch (15.00 Uhr) Wiedergutmachung betreiben.



Wer hats gewonnen ? Die Neuseeländer !
Nach langer Verschiebung und einem abgebrochenen Start ging es um 17.00 Uhr endlich los. Und wie ! Die Schweizer schienen den Start zu gewinnen, die Neuseeländer krochen über die Startlinie auf die rechte Seite, Alinghi fuhr "links". Minuten später führten die Kiwis mit über 100 Metern und dehnten den Vorsprung auf über 350 Meter aus um in der zweiten Kreuz alles wieder zu verlieren. Alinghi rundete die Luvmarke zuerst und ging mit bald 80 Metern Vorsprung auf Zielkurs. Aber es reichte nicht. Die Yachten segelten knapp 1000 Meter von einander entfernt und kurz vor dem Ziel wendete sich das Glück wieder den Kiwis zu, die das Rennen glücklich nach hause fuhren. Für die Zuschauer war dies wohl das spannenste Rennen seit den Acts.

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America's Cup Match
Winner: first team to win five matches.










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Schümann: "Wir fangen wieder bei Null an"
Manöverkritik statt hartem Training: Nach der überraschenden Niederlage im zweiten America's-Cup-Finale gegen das Team New Zealand blieb Titelverteidiger Alinghi am freien Montag an Land und nutzte die Zeit für ein Studium der Fernsehbilder. Die wichtigste Frage dabei: Wie konnte das passieren?

Schümann: "Wir hätten gewinnen müssen"
Über weite Strecken des Rennens sahen die Schweizer bereits wie der sichere Sieger aus. Dann aber wendete sich das Blatt, worüber sich Sportdirektor Jochen Schümann noch einen Tag später ärgerte: "Wir hätten gewinnen müssen. Es gab keinen Grund, das Rennen aus der Hand zu geben", meinte der dreimalige Olympiasieger aus Penzberg.
Die Schlüsselstelle war nach Ansicht Schümanns das Leetor. Dort können die Teams nach der Hälfte der Strecke zwischen zwei Wendemarken wählen. "Der Ursprung des Problems war, dass wir nicht die gleiche Boje gewählt haben", erklärte der 53-Jährige: "Ansonsten hätten wir weiterhin die Kontrolle gehabt."
"Kiwis" nutzten den Freiraum
So aber genossen die Neuseeländer freie Fahrt, holten in Windeseile auf und zogen wenig später an der Alinghi vorbei. "Wir haben das Rennen aus einer Führung verloren. Das ist nicht gut", lautete das Fazit Schümanns. Am Ende erreichte der Herausforderer stattliche 28 Sekunden vor dem Titelverteidiger das Ziel.

Den Kopf in den Sand stecken will das Team nun jedoch nicht. Vielmehr geht der Blick voraus: Schon am Dienstag (ab 15 Uhr) bietet sich im dritten Rennen die Gelegenheit, die Dinge wieder gerade zu rücken.. "Jetzt wird es spannend. Wir fangen wieder bei Null an", gab sich Schümann kämpferisch und fügte trotzig hinzu: "Niederlagen gehören dazu, wenn man Sieger sein will."

Sonntag, 24. Juni 2007


America's Cup wird zum Thriller

Von Tatjana Pokorny, dpa


24.06.2007 18:24 Uhr

Valencia - Mit dem ersten Sieg über Titelverteidiger Alinghi hat das Team New Zealand für unerwartete Spannung beim Segelklassiker America's Cup gesorgt. Erstmals seit 1992 wird das Finale nicht mit einer lupenreinen Siegesserie einer Crew entschieden. Mit dem Erfolg von Herausforderer Team New Zealand am Sonntag steht es nach zwei Rennen im 32. Duell um den America's Cup 1:1. In der spannenden Begegnung vor Valencia wechselte die Führung bei perfekten Windbedingungen um zehn Knoten mehrfach, bevor Neuseeland vor der letzten Wendemarke die Führung erkämpfte und die Ziellinie trotz furioser Attacken der Schweizer mit 28 Sekunden Vorsprung kreuzte.
Experten hatten bereits vor dem Duell auf die Stärken Neuseelands bei Windstärken unter zehn Knoten hingewiesen. "Die Kiwis waren in der Herausfordererserie eher auf Leichtwind ausgerichtet, bevor sie sich mit dem Wechsel ihrer Kielbombe etwas in unsere Richtung bewegt haben", sagte Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann. Im Match gegen die Schweizer setzt Team New Zealand auf seine "Buzzy Bee", eine lange, zigarrenförmige Kielbombe, die rot-gelb-blau-lackiert ist.
Schümann kritisiert Alinghi
Schümann, der das kampfbetonte Match seiner Mannschaft am Fernsehschirm verfolgt hatte, sparte nicht mit Kritik am eigenen Team: "Das war unerwartet und hätte nicht passieren dürfen. Dass wir Fehler gemacht haben, ist offensichtlich, sonst wären die Neuseeländer erst gar nicht vorbeigekommen. Die gute Nachricht aber ist die Erkenntnis, dass wir sicher kein Geschwindigkeitsproblem haben."
Der America's Cup sorgte am Wochenende für neue Rekordzahlen im Hafen von Valencia: Rund 150.000 Zuschauer strömten an den ersten beiden Finaltagen in die 300 Millionen Euro teure modernste Segelarena der Welt. Im Schweizer Basiscamp drängten sich knapp 1000 Fans auf Balkon und Dachterrasse und feuerten ihr Team mit dem Geläut von 500 Kuhglocken an. Beim Ablegen der Rennyacht ließ sich Alinghis Team um Skipper Brad Butterworth (Neuseeland) und US-Steuermann Ed Baird traditionell vom Song "Can't stop" der kalifornischen Rockband Red Hot Chilli Peppers beflügeln.
Die Begegnungen zwischen Schweizer und neuseeländischen Fans verliefen im Hafen friedlich. Die aus dem mehr als 15.000 Kilometer entfernten Auckland angereisten "Kiwis" sind vor allem an ihren T-Shirts mit prägnanter Aufschrift zu erkennen: Weiß auf Schwarz prangt "ValeNZia" auf ihrer Brust. Die Buchstaben N und Z stehen für Neuseeland und leuchten rot.
Nachdem die letzten drei Cup-Auflagen 1995, 2000 und 2003 jeweils 5:0 für das siegreiche Team endeten, kommt es im Duell zwischen Alinghi und Neuseeland nun mindestens zum Ergebnis von 1992, als die italienische "Il Moro di Venezia" der US-Yacht "America 3" mit 1:4 unterlag. Das 32. Cup-Match wird am Dienstag (15 Uhr) mit der dritten Begegnung fortgesetzt. Gewinner des Duells ist, wer zuerst fünf Siege verbuchen kann.

All square!
Emirates Team New Zealand have won Race Two of the America's Cup Match, coming from behind on the second lap of the course to beat Alinghi by 28 seconds.It's the first win for Kiwi skipper Dean Barker over former team mate Brad Butterworth in seven races. Race Three is on Tuesday, with a 15:00 start time...


TODAY’S SAILING TEAM
- Dean Barker Tactician - Terry Hutchinson Navigator - Kevin Hall Strategist - Ray Davies Traveller – Adam Beashel Mainsail trimmer - Don CowieTrimmer upwind - Grant Loretz Trimmer downwind – James Dagg Main grinder - Chris WardGrinder – Rob Waddell Grinder - Jono Macbeth Pit - Barry McKay Runner/pit - Tony RaeMast - Matt Mason Floater - Grant Dalton Mid-Bow – Richard MeachamBow - Jeremy Lomas

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America's Cup Match
Winner: first team to win five matches.








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Alinghi ist nach dem Sieg im ersten Rennen des 32. America’s Cup bereit für Rennen 2
Alinghi, der Schweizer Titelverteidiger, gewann das erste Rennen des Wettbewerbs gestern mit einem Vorsprung von 35 Sekunden. Das Rennen sei eng gewesen, erklärte Simon Daubney, einer der Trimmer an Bord: «Die Bootsgeschwindigkeiten sind recht ähnlich, aber es hatte gestern viele Wellen und die Brise variierte ständig, deshalb konnten wir aufgrund dieses einen Rennens noch keine Schlüsse ziehen. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Boote ähnlich schnell.» Das gestrige Rennen war der erste offizielle Einsatz für SUI100 und gleichzeitig das erste Mal seit dem 13. April, dass die 17-köpfige Crew wieder in einem offiziellen Wettkampf segelte: «Das hat uns sehr gut getan – es war eine riesige Erleichterung, endlich raus zu können. Das Rennen war eng, aber da wir viele harte In-house-Rennen gesegelt sind, waren wir ziemlich entspannt», sagte Simon Daubney.

32nd AC Match - Tag 2: Mannschaftsliste
Alinghi-Crewliste SUI100

Bowman: Pieter van Nieuwenhuyzen
Midbowman: Curtis Blewett
Mastman: Francesco Rapetti
Pitman: Josh Belsky
Grinder: Mark McTeigue
Grinder: Matt Welling
Trimmer: Simon Daubney
Trimmer: Lorenzo Mazza
Grinder: Will McCarthy
Grosssegel-Trimmer: Warwick Fleury
Stratege / Traveller: Murray Jones
Runner / Pitman: Dean Phipps
Runner / Grinder: Rodney Ardern
Navigator: Juan Vila
Afterguard – Runner: Ernesto Bertarelli
Taktiker: Brad Butterworth
Steuermann: Ed Baird

RENNEN 2 – WETTKAMPFNOTIZ
DEFENDER Vs CHALLENGER
Alinghi (SUI100) Vs Emirates Team New Zealand (NZL92)
Alinghi, der Verteidiger des America's Cup, hat die gelbe Flagge und segelt von Steuerbord in die Startbox.
Emirates Team New Zealand, Herausforderer, hat die blaue Flagge und segelt von links in die Startbox.

DIE INFOS DES TAGES
Statistiken
Allgemeine Alinghi-Matchrace-Statistiken während des 32. America's Cup (inklusive LV Acts):
Alinghi-Siege total: 61 (82%)
Alinghi-Niederlagen total: 13 (18%)

Rennen mit SUI64
Siege: 10 (71%)
Niederlagen: 4 (29%)

Rennen mit SUI75
Siege: 51 (85%)
Niederlagen: 9 (15%)

In den 72 Matchraces während des 32. America's Cup hat Alinghi die Startlinie 33 Mal zuerst überquert (46%).
16 Starts waren ausgeglichen.
Alinghi war bei der ersten Wendemarke 56 Mal in Führung (78%) und hat das Rennen gewonnen:
...in 91% der Fälle, bei denen das Team beim Start führte
...in 96% der Fälle, bei denen das Team bei der ersten Luvmarke führte

Hätten Sie's gewusst?
Wussten Sie, dass die schwächste Schot an Bord einen Zug von bis zu 200kg aushält und die stärkste sogar 14 Tonnen?

An diesem Tag
...1974 setzte sich in den Vorausscheidungen des Titelverteidigers, des New York Yacht Club, Courageous zuerst gegen Intrepid und dann gegen Mariner durch. Mariner gelang einer der seltenen Erfolge in der Serie durch einen Sieg gegen Valiant im ersten Rennen. Valiant war 1970 gebaut worden und eine der schwersten 12-Meter-Yachten. Sie war einer der seltenen Design-Fehler von Olin Stephens.
...2005 begann in Valencia Louis Vuitton Act 5, ein Fleetrace. Im ersten Rennen belegten Emirates Team New Zealand, BMW ORACLE Racing und Alinghi die Podestplätze, im zweiten Rennen gingen diese an Mascalzone Latino-Capitalia Team, Victory Challenge und +39 Challenge.

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America's Cup Match
Winner: first team to win five matches.






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America's Cup
Eine gepflegte Feindschaft
Text: F.A.Z.Bildmaterial: AFP, AP, dpa, REUTERS
Von Michael Ashelm, Valencia 23. Juni 2007
Der Patriot zeigt sich schon beim Essen. Wenn die Köche des Herausforderers beim America’s Cup ihren Seglern etwas Gutes tun wollen, dann grillen sie das Fleisch aus der Heimat. „Rind oder Lamm aus Neuseeland, ist doch klar“, sagt der Chef am Büffet. Seit feststeht, dass die Entscheidung um die wichtigste Trophäe des Segelsports zwischen dem Titelverteidiger „Alinghi“ aus der Schweiz und den Männern aus dem Südpazifik ausgefochten wird, hat sich das Duell zu einer Glaubensfrage entwickelt.
Aus der Revanche von 2003, als die Neuseeländer zu Hause unter schändlichen, selbst verschuldeten Umständen als frustrierte Verlierer kapitulieren mussten, ist aus mehreren Gründen längst eine gepflegte Feindschaft geworden. Die Titelverteidigung werde zu einem „Wettbewerb von Professionalismus gegen Nationalismus“ erklärt, schrieb am Samstag eine neuseeländische Zeitung und kritisierte damit selbstverständlich die Schweizer Segelfraktion in Valencia. Deren großer Patron, der Genfer Milliardär Ernesto Bertarelli, wird als überheblicher Segel-Boss dargestellt, der im Moment nichts unversucht lasse, die Bemühungen der kleinen Segelnation in ein schlechtes Licht zu stellen.
„Psychologische Kriegsführung“
Auf dem Wasser, im ersten Rennen am Samstag, zeigten sich die Rivalen ebenso bissig. Doch nur in der Startphase. Recht bald übernahm die „Alinghi“ die Führung und baute sie am Ende auf 35 Sekunden aus. Noch fehlen ihr vier Siege zum Triumph, wohl zeigte sich das hohe Geschwindigkeitspotential des Schweizer Bootes. Doch mehr bewegen derzeit die Sticheleien an Land. Sie eskalierten, als Bertarelli in einem Interview das Benehmen der neuseeländischen Anhänger heftig kritisierte und sie in die Nähe von Segel-Hooligans rückte. Nur: Die gab es bisher noch nicht. Bekannt sind die Fans vom anderen Ende der Welt eigentlich für ihre friedlichen Absichten, die sie während der Rennen vor den großen Videoleinwänden im Yachthafen voller Begeisterung ausleben.
Nichtsdestotrotz, die „Alinghi“-Segler neuseeländischer Herkunft seien von einem betrunkenen Mob unflätig beschimpft und als „Verräter“ bezeichnet worden. Es heißt, das Schweizer Syndikat habe privaten Personenschutz für die Betroffenen in Valencia organisiert. Der „New Zealand Herald“, das Heimatblatt vom anderen Ende der Welt, wurde daraufhin von E-Mails empörter Leser überschüttet, die Bertarellis Vorwurf eher als gemeine Taktik der „psychologischen Kriegsführung“ sahen. Aber dies ist nicht der Kern der Auseinandersetzung.
Ganz auf patriotischer Linie
Vielmehr fühlen sich die Segler aus Ozeanien mit Beginn dieser 32. Ausgabe der Regatta in die Enge getrieben, von einer großen Modebewegung, die den America’s Cup in Zukunft noch weiter zu einer populären Massenveranstaltung ausbauen will. Ginge die Trophäe und damit der Cup zurück nach Neuseeland, bedeute dies einen dramatischen Rückschritt, heißt es da. Weniger Zuschauer, weniger Sponsoren, viel weniger Geld zum Verdienen – so die kommerzielle Logik. „Alles Quatsch“, sagt Grant Dalton, der Syndikatschef vom „Team New Zealand“. „Wir alle lieben doch den America’s Cup.“
Schuldlos sind die Neuseeländer nicht an den aufkommenden Aggressionen. Dalton, ein mit allen Wassern gewaschener Weltumsegler, kennt die Tricks. Um nach der 0:5-Schmach von 2003 gegen „Alinghi“ wieder positive Stimmung bei seinen Landsleuten zu erzeugen, trimmte er das Segelteam ganz auf patriotische Linie. Von den 17 Crewmitgliedern waren gestern zum Auftakt des Finals nur zwei Nicht-Neuseeländer. Dagegen fährt die multinationale Auswahl der Schweizer mit einem einzigen Eidgenossen an Bord – Bertarelli. Ein hoher Teil ihres 80-Millionen-Euro-Budgets fließt der neuseeländischen Segelunternehmung aus Steuergeldern zu. Premierministerin Helen Clark schaute in Valencia höchstpersönlich vorbei; zudem lud Dalton den Trainer der neuseeländischen Rugbyauswahl zu einem Besuch im Trainingscamp ein, um seinen Leuten die Bedeutung der Mission aufzuzeigen. Auch die „All Blacks“, wie sich die bulligen Rugbyspieler in ihrem schwarzen Outfit nennen, stehen in diesem Jahr vor der Aufgabe, den Weltmeistertitel zu gewinnen – auf fremdem Terrain in Europa.
„Segeln ist unsere Religion“
Seit Dalton dieser Tage listig spekulierte, im Fall eines Sieges seines Teams als Cup-Halter die von „Alinghi“ aufgehobene Nationalitätenregel wieder zu Gunsten einer Art Wettbewerb der Nationalmannschaften zu verschärfen, ist die Atmosphäre vergiftet. „Dann können sich die Hälfte der Teams abmelden“, konterte Bertarelli, der stets den offenen Wettbewerb propagierte. Das kleine Neuseeland ist die beherrschende Segelnation im America’s Cup. Annähernd vierzig Prozent des Personals auf den vier Booten im Halbfinale der Herausfordererserie waren „Kiwis“. Auf der „Alinghi“ segeln 17 Crewmitglieder aus acht Nationen, dominierend sind die sechs Männer mit neuseeländischem Pass.
Ohne deren Expertise läuft wenig im internationalen Geschäft, gleichwohl gelten die Sportler vom anderen Ende der Welt unter den Kollegen als sehr von sich überzeugt. Womöglich rührt auch daher die Abneigung vieler in Valencia, diese Position noch zu stärken mit einem Triumph des Bootes unter neuseeländischer Flagge. Der Dämpfer vom Samstag kam also einigen sehr recht. Doch die Neuseeländer geben sich nicht geschlagen. Der Kampf auf dem Wasser liegt ihnen in Fleisch und Blut. Wie sagt doch einer ihrer Größten: „Segeln ist unsere Religion“, so der bei „Alinghi“ ausgebootete dreimalige Cup-Gewinner Russell Coutts.