Dienstag, 13. Mai 2008

Alinghi segelt erst 2009 gegen Oracle

12. Mai 2008, 23:19, SI-Sportticker

Im Rechtsstreit zwischen den America's-Cup-Syndikaten Alinghi und BMW Oracle verbuchte das Schweizer Team einen Erfolg. Das New Yorker Gericht hat das Mehrrumpf-Duell auf das Jahr 2009 angesetzt. Den Austragungsort kann das Bertarelli-Team bestimmen. Alinghi dürfte aus taktischen Gründen das Segel-Revier erst sechs Monate (Minimalfrist) vor dem Duell bekannt geben. Gemäss den Bestimmungen der Stiftungsurkunde des America's Cup darf das Duell erst rund zehn Monate nach dem definitiven Urteil stattfinden. Cahn hat nun als Stichdatum fürs das Urteil den 12. Mai 2008 angesetzt. Da die Deed of Gift auch vorsieht, dass in der nördlichen Hemisphäre vom 1. November bis 1. Mai nicht gesegelt werden darf, kommt nur der Sommer 2009 in Frage, sofern der Rechtsstreit nicht wieder neu entflammt.

Alinghi hatte die eigentliche juristische Auseinandersetzung gegen BMW Oracle verloren und muss nun den America's-Cup im einem Duell auf Mehrrümpfern (Kata- oder Trimaran) gegen die Amerikaner verteidigen. Wegen des Austragungstermin schritten die beiden Parteien erneut vor Gericht. Das US-Team möchte noch diesen Jahr segeln. Alinghi will dies verhindern, da man im Bootsbau noch nicht weit genug fortgeschritten sei.

Freitag, 2. Mai 2008

Datum für Anhörung vor Berufungsgericht fixiert


News
28-04-2008 - Valencia (ES) - Alinghi

Datum für Anhörung vor Berufungsgericht fixiert
Die Berufungsabteilung des New York Supreme Court hat die Anhörung der mündlichen Argumentationen auf den 5. Juni, 2008, 14.00 Uhr angesetzt. Dies nachdem der America’s-Cup-Titelverteidiger Société Nautique de Genève (SNG) und der Herausforderer Golden Gate Yacht Club (GGYC) ihre Briefings am 21. April 2008 respektive am 22. April 2008 eingereicht haben.

www.alinghi.com

Sonntag, 30. März 2008

Alinghi geht wieder vor Gericht

Der America's-Cup-Titelhalter Alinghi ruft abermals den Richter an. Das Schweizer Syndikat will nach der gerichtlichen Niederlage gegen BMW Oracle in einer Eil-Anhörung klären lassen, wann das nautische Duell gegen die Amerikaner stattfinden soll.

Die beiden Konkurrenten hatten sich am Mittwoch in Genf nicht auf ein Datum einigen können. Alinghi will den Titel erst 2009 verteidigen, BMW Oracle aber bereits im Oktober 2008 zum Duell mit den Schweizern antreten. "Oracle-Teambesitzer Larry Ellison hat durch seine Aktivitäten zwölf gemeldete Teams zerstört", sagte Alinghi-Besitzer Ernesto Bertarelli im Anschluss an die ergebnislosen Verhandlungen. Ellison habe sich mit Hilfe des Rechtssystems einen Platz im America's-Cup-Match gesichert, den er auf dem Wasser nie habe erreichen können.

Der seit Juli 2007 tobende Streit zwischen Alinghi und BMW Oracle hat dafür gesorgt, dass alle anderen Herausforderer für die 33. Cup-Auflage entweder aufgelöst werden oder stark reduziert auf einen Entscheid warten. Sie werden wohl erst bei der 34. Austragung wieder in den Kampf um die älteste Trophäe des Segelsports eingreifen.

nzz

Freitag, 21. März 2008

BMW ORACLE Racing stellt Kern-Segelteam vor.


19.03.2008 CET / www.bmworacleracing.com

BMW ORACLE Racing hat heute sein Kern-Segelteam für den 33. America’s Cup vorgestellt. Das Team hat zudem das umfangreichen Trainings- und Regatta-Programm 2008 aufgenommen, bei den Einrumpf- und Mehrrumpfboote zum Einsatz kommen.
Die erfahrene Afterguard um Skipper Russell Coutts wird mit dem US-Amerikaner John Kostecki und dem Australier James Spithill verstärkt. Im Segelteam stehen insgesamt neun Segler, die bereits früher bei BMW ORACLE Racing unter Vertrag standen und elf Segler aus der italienischen Luna Rossa Challenge 2007.

“Wir haben ein fantastisches Team versammelt, das nicht nur sehr erfahren und talentiert, sondern auch mit großem Siegeswillen ausgestattet ist und mit dem Wettfahrten einfach Spaß machen”, sagt CEO und Skipper Russell Coutts.

“Ich bin mit den meisten Teammitgliedern über die Jahre in verschiedenen Projekten gesegelt, und bin glücklich über die Chance, sie in einem America’s Cup Team vereint zu haben. Wir freuen uns auf die ersten Rennen.”



Spithill wird sich die Aufgabe des Steuermanns mit Coutts teilen, Kostecki wurde zum Taktiker ernannt. Neben Spithill kommen weitere zehn Segler aus der Luna Rossa Challenge 2007. Jonathan Macbeth kommt vom Louis Vuitton Cup Sieger 2007, dem Emirates Team New Zealand. Zur Crew gehören auch Stratege Hamish Pepper und Grinder Carl Williams, die Starboot-Weltmeister von 2006, die Neuseeland in dieser Bootsklasse bei den Olympischen Spielen 2008 vertreten werden.

Das Segeltraining begann in der vergangenen Woche in Valencia auf zwei Extreme 40 Katamaranen. In diesem Sommer wird das Team auf der Extreme 40 European Tour antreten. Mitglieder des Segelteams werden außerdem in der TP 52 Med Cup Serie segeln, einer europaweiten Grand Prix Sailing Tour mit Einrumpfbooten. Details zum Regattaprogramm 2008 folgen in Kürze.



Das BMW ORACLE Racing Kern-Segelteam für den 33. America’s Cup (in alphabetischer Reihenfolge, Nationalität, Crewposition):

Alberto Barovier, Italien, Vorschiff; Russell Coutts, Neuseeland, Skipper; Simone de Mari, Italien, Pitmann; Dirk de Ridder, Niederlande, Großsegeltrimmer; Noel Drennan, Irland; Großsegeltrimmer; Larry Ellison, USA, Afterguard; Shannon Falcone, UK, Mastmann; Daniel Fong, Neuseeland, Trimmer; Ross Halcrow, Neuseeland, Trimmer; Jared Henderson, Neuseeland, Pitmann; John Kostecki, USA, Taktiker; Michele Ivaldi, Italien, Navigator; Jonathan Macbeth, Neuseeland, Grinder; Brian MacInnes, Kanada, Grinder; Gilberto Nobili, Italien, Grinder; Joe Newton, Australien, Trimmer; Hamish Pepper, Neuseeland, Stratege; Matteo Plazzi, Italien, Navigator; Max Sirena, Italien, Vorschiff; Alan Smith, Neuseeland, Vorschiff; James Spithill, Australien, Steuermann; Joe Spooner, Neuseeland, Grinder; Andrew Taylor, Neuseeland, Grinder; Simeon Tienpont, Niederlande, Grinder; Brad Webb, Neuseeland, Vorschiff; Carl Williams, Neuseeland, Grinder. Julien di Biase, Schweiz, ist der Segelteam Koordinator

Alinghi von der Überheblichkeit in die Defensive

Bertarelli liegt auf dem Ring-Boden, doch geschlagen ist er noch nicht
slg. / NZZ Online

In seinem ersten Kommentar nach der Niederlage vor dem New Yorker Gericht wechselte Ernesto Bertarelli in die Boxer-Sprache: «Ich war es nicht, der den ersten Faustschlag führte», meinte der Alinghi-Boss und beschwor gleichzeitig die «Rückkehr auf das Wasser». In diesem Element ist der Genfer Milliardär, was den America's Cup betrifft, nach wie vor ungeschlagen. Im juristischen Seilviereck jedoch, in das ihn sein Gegner, der Oracle-Boss Larry Ellison, getrieben hat, erlitt er nach einem monatelangen Kampf eine schwere Niederlage; in der Welt des Boxens würde man von einem klassischen Niederschlag sprechen.

Die Trümpfe verspielt
Wie hat es so weit kommen können, dass ein zweifacher Cup-Sieger, der nach einer erfolgreichen Defence in Valencia alle Vorteile auf seiner Seite hatte, nur acht Monate später zu einem direkten Duell mit einem Herausforderer gezwungen wird, der die Regeln diktieren kann und erfolgreich verhindern wird, dass sich der Cup im Sinne Bertarellis weiterentwickelt? Die Frage lässt sich einfach beantworten: Alinghi hat die Trümpfe, die es besass, leichtfertig verspielt. Der überlegene Sieg und die erfolgreiche Organisation des 32. Cups, der einen Reingewinn von über hundert Millionen Franken generierte, führten auf Seiten des Siegers zu einer leichtfertigen Überheblichkeit, die in die Ausarbeitung eines (zu) einseitigen Protokolls für den nächsten Cup und in die Wahl eines Challenger of Records mündete, der, wie das New Yorker Gericht nun definitiv bestätigt hat, nicht den Anforderungen der Deed of Gift (Stiftungsurkunde) entsprach.

Zu forsch, zu eigensinnig
Hinter alldem mag die redliche Absicht Bertarellis gestanden haben, den Erfolg des Cups nicht nur zu wiederholen, sondern sogar zu übertreffen – mit einer noch stringenteren Kontrolle des Anlasses. Doch in der Welt des Cups, einer Welt aus Neid und Missgunst, wo reiche Selbstdarsteller das Zepter führen, ist das mit Risiken behaftet – besonders, wenn der Gegner Larry Ellison heisst. Alinghi trieb es zu sehr auf die Spitze und wollte den Event vollständig kontrollieren; Bertarelli und sein Beraterstab schätzten die (juristische) Situation falsch ein und verpassten es später, auf Kompromissvorschläge des Gegners einzugehen.

Im Moment liegt Bertarelli auf dem Ring-Boden, doch geschlagen ist er noch nicht. Seine Absicht, die Entscheidung auf das Wasser zu verlegen, bringt endlich Licht in den langen (juristischen) Tunnel. Ein Deed-of-Gift-Rennen, wenn auch vom sportlichen Standpunkt aus gesehen fragwürdig, wird die verfahrene Situation endlich bereinigen. Alinghi hat jedoch seine Vorteile verloren. Weil keine Einigung zustande gekommen ist, kann Oracle gemäss der Stiftungsurkunde die Grösse der Jacht bestimmen (voraussichtlich ein Trimaran), zudem sind die Amerikaner in den Vorbereitungen zu diesem bizarren Rennen wesentlich weiter als die Schweizer.

Auch punkto Datum besitzen Ellison und sein Skipper Russell Coutts die besseren Karten: Sie wollen den Best-of-three-Match noch in diesem Jahr austragen, wie das in der nun vom Gericht als legal bezeichneten Herausforderung festgelegt ist. Alinghi hingegen möchte um jeden Preis eine Verschiebung auf nächstes Jahr erreichen, die es in Verhandlungen mit Oracle oder aber vor einem Schiedsgericht oder gar erneut vor Gericht erstreiten muss. Als «Gegenpfand» besitzt der Defender das Recht, den Austragungsort zu bestimmen. Das kann er relativ kurzfristig tun, was ein Nachteil für Oracle wäre.

Alinghi-Forfait als Bumerang
Falls Oracle seine Strategie, den 33. Cup um jeden Preis 2008 zu segeln, durchsetzen sollte, droht ein Forfait Alinghis, weil das Team noch nicht bereit ist. Das könnte sich für Ellison als Bumerang erweisen. Schon heute muss er mit dem Stigma leben, durch seine juristischen Aktionen alle übrigen Challenger vom Cup ausgeschlossen zu haben. Den Cup per Kurier in Genf abzuholen, würde sein Image noch mehr schädigen. Vielleicht ist es im Segeln ähnlich wie im Boxsport: Ein Niederschlag bedeutet noch keinen Sieg – und ein angeschlagener Boxer kann sehr gefährlich sein.

NZZ Online

Mittwoch, 19. März 2008

GOLDEN GATE YACHT CLUB


GOLDEN GATE YACHT CLUB
#1 Yacht Road, San Francisco, California USA 94123
Urteil bestätigt die America’s Cup
Herausforderung des GGYC
Valencia, Spanien, 18. März 2008: Richter Herman Cahn vom Obersten
Gerichtshof des Staates New York verkündete heute ein Urteil, in dem die
Gültigkeit der Herausforderung des Golden Gate Yacht Club für den 33.
America’s Cup bestätigt wird. Cahn wies damit einen späten Einspruch des
Titelverteidigers ab, die frühere Entscheidung zugunsten des GGYC neu zu
verhandeln.
“Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entscheidung. Das Gericht hat festgestellt,
dass unsere Herausforderung im vollen Umfang den Anforderungen des Deed of
Gift entspricht, und wir bereiten uns nun auf die nächste Regatta vor“, sagte Tom
Ehman, der Sprecher des Clubs.
In dem heutigen Urteil bestätigt das Gericht seine Entscheidung vom 27.
November 2007, wonach der GGYC der gültige Herausforderer um den Cup ist.
Der Titelverteidiger, die Societe Nautique de Geneve (SNG), hatte den Antrag
gestellt, diese Entscheidung neu zu verhandeln und sich dabei auf eine neue
Behauptung gestützt, wonach die Herausforderung des US-amerikanischen
Clubs nicht den Anforderungen das Deed of Gift entspreche. Dies hat das
Gericht nun zurückgewiesen.
Es kommt nun zu einem Deed-of-Gift-Match, denn der Titelverteidiger hat
deutlich gemacht, dass er auf die vom GGYC vor und nach der Entscheidung
des Gerichts im November unterbreiteten Angebote für eine konventionelle
Regatta mit einem im gegenseitigen Einvernehmen festgelegten Reglement und
mit allen Teams nicht eingehen will.
- Ende -
Hinweis an die Redaktionen: Dieser Text ist eine Übersetzung des
englischsprachigen Originaltextes. Das Original sowie weitere
Hintergrundinformationen finden Sie auf www.ggyc.com
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Jane Eagleson
Jeagleson@bmworacleracing.com
Mobile +34-6202-80742
Bernard Schopfer
Bernard.schopfer@maxcomm.ch
Mobile: +41 79 332 11 76
Office: +41 22 735 55 30

Alinghi verliert vor Gericht

Das Schweizer America's-Cup-Syndikat Alinghi hat den Rechtsstreit gegen BMW Oracle verloren. Alinghi will den Entscheid akzeptieren - und gibt sich kämpferisch: Man freue sich, «den Kampf wieder aufs Wasser zu verlegen», heisst es von den Seglern.

Alinghi geht in die BerufungRichter Cahn vom New York Supreme Court hat am Dienstag die beiden Eingaben des Schweizer Syndikats abgewiesen. Herman Cahn bestätigte, dass der Club Nautico Espanol de Vela, den Alinghi als Challenger of Record gewählt hatte, ungültig ist. Zudem akzeptierte er die Rechtmässigkeit der Herausforderung des Golden Gate Yacht Clubs, die von Alinghi in Zweifel gestellt worden war.

Alinghi hat sich in einer ersten Erklärung dazu entschlossen, das Urteil nicht anzufechten. «Lasst uns die Sache auf dem Wasser austragen», sagte Bertarelli. Dadurch wird es - voraussichtlich im Juli 2009 in Valencia - zu einem Direktduell der beiden Syndikate kommen. Das Schweizer Team hat die Planung, den Bau und das Training auf Katamaran-Booten bereits weit vorangetrieben.

Allerdings bahnt sich bereits ein neuer Zwist an. Die Amerikaner möchten noch im Oktober 2008 segeln. Das Reglement gewährt zwar eine Vorbereitungszeit von 10 Monaten. Doch BMW Oracle stellt sich auf den Standpunkt, dass dieses Fenster bereits im November 2007 mit dem ersten Gerichtsentscheid geöffnet worden sei. Möglicherweise muss der Richter auch den Termin für die Regatta ansetzen.

«Mit dem heutigen Gerichtsbeschluss hat Larry Ellison die Mitbewerber eliminiert und Zutritt zum America·s-Cup-Match erlangt, eine Leistung, welche BMW Oracle Racing auf dem Wasser nie zu erreichen vermochte», liess Alinghi-Rechtsberater Lucien Masmejan per Communiqué verlauten. «Wir sind zwar enttäuscht vom Ausgang der Gerichtsverhandlung und glauben nach wie vor, dass das Herausforderungs-Zertifikat des GGYC nicht ordnungsgemäss war, doch wir haben uns entschlossen, den Beschluss nicht anzufechten und freuen uns darauf, den Kampf wieder aufs Wasser zu verlegen. Wir werden BMW Oracle Racing im Juli 2009 an der Startlinie des Deed of Gift Matches wieder treffen.»

«Wir sind sehr zufrieden mit dem Entscheid», erklärte Tom Ehman, Sprecher der Gegenseite. Der juristische Streit zwischen Alinghi und BMW Oracle hatte im vergangenen Juli begonnen, als das amerikanische Syndikat die Rechtmässigkeit des Desafio Español als Sprecher und Verhandlungspartner der Herausforder (Challenger of Record) anzweifelte. BMW Oracle bekam Recht und wurde zum offiziellen Challenger of Record erklärt. Die beiden Parteien konnten sich aber nicht auf die Rahmenbedingungen für den kommenden America's Cup einigen und setzten nach der Berufung von Alinghi ihren juristischen Streit, der nun ein Ende genommen zu haben scheint, in New York fort.

Sollte Alinghi das Duell auf Mehrrümpfern - dieser Klasse gehören Schiffe wie Kata- oder Trimarane an - gewinnen, will der Defender die übrigen Teilnehmer wieder miteinbeziehen und strebt eine nächste Audtragung 2011 an. Masmejan dazu: «Die Herausforderer können sich darauf verlassen, dass der 34. America·s Cup mit der selben visionären Kraft und dem selben Commitment organisiert und durchgeführt wird wie 2007 in Valencia .»

Quelle: SI (20 Min)

Samstag, 8. März 2008

AMERICA'S-CUP-SIEGER ALINGHI WIRD NEUE RECHTSKLAGE BEKÄMPFEN

06-03-2008 - Valencia (ES)

Statement von Lucien Masmejan, Alinghi-Rechtsberater:
"Wir sind enttäuscht, dass Emirates Team New Zealand rechtliche Schritte
einleitet, nachdem sie den Wettkampf vorher öffentlich anerkannt und sich dazu bekannt hatten.
Diese Klagen sind vollkommen unberechtigt, schiessen weit am Ziel vorbei und wir werden sie mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln abwehren. Wie der Rest der Segel-Gemeinde sind wir frustriert über die Verzögerungen, welche den America's Cup behindern, aber Alinghi muss als Treuhänder seine Position im aktuellen Rechtsstreit verteidigen und die Integrität des America's Cup bewahren.
Wir haben wiederholt klar gemacht, dass Alinghi eine rasche Lösung des Rechtsstreits begrüssen würde und will, dass sich die Aktivitäten so schnell wie möglich wieder aufs Wasser verlagern."

(Alinghi.com/news)

Team New Zealand verklagt Alinghi


Team New Zealand verklagt Alinghi
Die Klagewelle ebbt nicht ab: Der kommende America's Cup sorgt weiter nur auf dem Land für Schlagzeilen. Heute (6. März) kündigte das Team New Zealand an, gegen Titelverteidiger Alinghi vor Gericht zu ziehen.

Das Team hat gegen die Schweizer in New York eine Klage wegen Vertragsbruch eingereicht und fordert laut Syndikatschef Grant Dalton Schadensersatz im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Nach Meinung Daltons habe Alinghi eine Vereinbarung gebrochen, wonach der 33. America's Cup im Jahr 2009 stattfinden soll.

Momentan sieht es nach langem juristischen Hin und Her danach aus, dass Alinghi zunächst ein direktes Duell gegen das US-Syndikat BMW-Oracle austrägt. Bei dieser Lösung blieben die anderen Syndikate wie das ambitionierte Team Germany oder auch das Team New Zealand, das in den Wettfahrten um den 32. Cup Alinghi unterlegen war, außen vor.

"Wir werden wohl bis 2011 keine normale Regatta sehen", sagte Dalton. Momentan liegt es in den Händen des Obersten Gerichtshofs von New York, ob, wie und wann es mit der Segelserie weitergeht. Dort hatte Richter Herman Cahn im November vergangenen Jahres einer Klage der US-Amerikaner von BMW-Oracle stattgegeben und die Benennung der Desafio Espanol zum Herausforderer-Vertreter für unzulässig erklärt. An die Stelle der Spanier trat BMW-Oracle.

fpf/sid (spiegel.de)

Montag, 25. Februar 2008

Alinghi sailing team starts training


Seven months after winning a second consecutive America’s Cup, the Alinghi sailing team is back on the water and training in Valencia.

Fifteen sailors were out racing the Alinghi Extreme 40s on Saturday including Ed Baird, Dean Phipps, Yves Detrey, Warwick Fleury, Murray Jones, Lorenzo Mazza, Francesco Rapetti, Pieter van Nieuwenhuyzen, Juan Vila, Nils Frei, Curtis Blewett, Rodney Ardern, Nicolas Texier, Luc Dubois and Pierre-Yves Jorand.



This is the first in a series of training sessions that herald the beginning of the summer sailing season and kick off team preparations for an America’s Cup, whether in an AC90 in 2011 or on a multi-hull. “We are preparing for all scenarios, both with the X40s and the D35s on one hand and with the Farr40 on the other. We have a busy summer sailing schedule lined up,” team skipper Brad Butterworth said.

The current sailing team schedule is to campaign the Décision 35 multi-hull on Lake Geneva, to compete in the iShares regattas with the X40 and to do various Grand Prix events onboard the Alinghi Farr40.

www.alinghi.com

SUI1, Alinghi's D35 class



SUI1, Alinghi's D35 class
(Photo credit: www.myimage.ch)

Donnerstag, 21. Februar 2008

iced earth

Freitag, 15. Februar 2008

captain jack sparrow

Montag, 14. Januar 2008

comedy

Unter Comedy (Anglizismus) versteht man im deutschsprachigen Raum unterhaltsame, größtenteils unpolitische Kleinkunstprogramme und bestimmte Arten von Unterhaltungssendungen im Fernsehen und Hörfunk.

Samstag, 8. Dezember 2007

queensryche

Samstag, 24. November 2007

smiley on tour

Samstag, 22. September 2007

Jochen Schümann führt Deutsche Challenge zum 33. America´s Cup

20. September 2007 - Schümann, Sponsoren Audi, BMW und Porsche mit im Boot bei UIT Germany: Es ist ein bedeutender Tag für den deutschen Segelsport und ein Neustart für das Projekt America´s Cup. Die zweite Teilnahme eines deutschen Bootes beim legendären Kampf um die älteste Sporttrophäe der Welt findet unter der sportlichen Leitung des mehrfachen Olympiasiegers und zweimaligen America´s Cup-Sieger Jochen Schümann statt. Damit gelang dem Syndikatschef der Deutschen Challenge, Michael Scheeren, der wohl größtmögliche sportliche Coup.


Jochen Schümann und Abdel Rahman Adib auf der Boot 2007. (Foto © Jo Achim Geschke)

„Wir haben in den letzten Wochen und Monaten unsere Hausaufgaben gemacht und uns mit den notwendigen Veränderungen und Aufgabenstellungen beschäftigt. Nach der Verpflichtung von Karol Jablonski als Steuermann können wir mit dem heutigen Tage Jochen Schümann als neuen Teamchef begrüßen“, verkündet Michael Scheeren. Damit ist ein großes Ziel aller an der Kampagne beteiligten Personen in Erfüllung gegangen. Die Erfahrungen und das Know-how von Jochen Schümann, insbesondere aus den drei America´s Cup-Teilnahmen, werden für das deutsche Team von großer Bedeutung sein. „Für mich persönlich geht der große Traum in Erfüllung, für Deutschland beim America´s Cup an den Start zu gehen.
Heute schreiben wir einen Neuanfang mit einer hervorragenden Ausgangsposition für die Deutsche Challenge”, freut sich Jochen Schümann auf seine Aufgaben als Teamchef. In den kommenden Wochen wird er die Crew für die nächsten zwei Jahre zusammenstellen. „Wir haben erste Gespräche mit hochkarätigen Seglern geführt, die mich sehr positiv stimmen“, sagt Schümann. „Sportlich sind wir damit zu diesem frühen Zeitpunkt bereits bestens positioniert“, so Syndikatschef Scheeren weiter.

United Internet AG und AUDI AG Hauptsponsoren der Deutschen Challenge

Durch die Weiterführung des Sponsoringengagements der United Internet AG und den Zugewinn der neuen Partner Audi AG und Porsche Consulting basiert das Gesamtkonzept der zweiten Kampagne nun auf mehreren Säulen. „Heute kann ich mit großer Freude bekannt geben, dass die United Internet AG mit ihren Kernmarken 1&1, GMX und WEB.DE auch bei der zweiten deutschen Kampagne zum America´s Cup wieder am Start sein wird“, sagt Ralph Dommermuth, der Vorstandsvorsitzende der United Internet AG. Die erste Kampagne war medial für das Internetunternehmen bereits ein großer Erfolg. Valencia als europäischer Austragungsort und die sportliche Neupositionierung waren ausschlaggebend für die Fortführung des Engagements der United Internet AG. „Michael Scheeren hat in den letzten Wochen und Monaten in vielen Einzelgesprächen ein tragfähiges Konzept nicht nur entwickelt, sondern auch realisiert. Mit Jochen Schümann und Karol Jablonski hat der Syndikatschef zwei Top-Persönlichkeiten für die sportlichen Schlüsselpositionen gewinnen können“, so Dommermuth weiter.

Auch die AUDI AG unterstützt ab sofort die Kampagne des neu formierten United Internet Team Germany und erweitert damit ihr erfolgreiches Engagement im Segelsport. Die Beteiligung des Premium-Herstellers wird auf den ersten Blick mit den vier Ringen deutlich, die exklusiv auf dem Spinnacker und zusammen mit dem Markenzeichen 1&1 auf dem Hauptsegel zu sehen sind. „Der America’s Cup ist die bekannteste und traditionsreichste Segelregatta der Welt. Sich dieser großen und faszinierenden Herausforderung zu stellen, erfordert Mut, eine starke Mannschaft und perfekte Technik. Wir sind stolz, mit an Bord des deutschen Teams zu sein“, erklärt Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG.

Porsche Consulting übernimmt den Bootsbau und stellt technischen Koordinator

Die Bündelung aller technologischen Kompetenzen wird ab sofort durch die Porsche Consulting GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Porsche AG, verantwortet.
Während Michael Scheeren bei der ersten Kampagne teilweise mit der Prozesssteuerung zu kämpfen hatte, wird durch das Engagement der Porsche Consulting die Verantwortung für den gesamten Entstehungsprozess des Bootes und die Koordination aller beteiligten Unternehmen – von den Designern über die Lieferanten bis hin zu den Bootsbauern – in professionelle Hände gelegt. "Für uns ist es eine schöne Herausforderung, das deutsche Team beim America's Cup an entscheidender Stelle zu unterstützen. Wir fühlen uns geehrt, dass wir die großartige Aufgabe übertragen bekommen haben, Management- und Technologiepartner beim Bootsbau zu sein. Alle beteiligten Partner des deutschen Teams können sich darauf verlassen, dass wir unser ganzes Können mit großem Engagement einbringen werden“, sagt Porsche Consulting Geschäftsführer Eberhard Weiblen. In den kommenden Wochen wird ein eigenes Team um einen hauptverantwortlichen technischen Koordinator die deutsche Base beziehen.

Aus der „SUI 91“ wird die „GER 91“

Mit der „SUI 91“ konnte das deutsche Team in den letzten Wochen eine der aktuellen Yachten von Cup-Gewinner Alinghi erwerben. „Damit sind wir vom Start weg mit einem sehr schnellen Boot unterwegs“, so Steuermann Karol Jablonski. In den kommenden Tagen wird die SUI 91 auf die deutsche Base vor Valencia wechseln. Das deutsche Team wird mit als einer der ersten Herausforderer in das Training für den 33. America´s Cup einsteigen. „Der Faktor Zeit spielt beim America´s Cup eine große Rolle. Wir haben ihn auf unserer Seite“, stellt Jablonski fest.

Großer Tag für deutschen Segelsport

Der Deutsche Challenger Yacht Club (DCYC) hat am 5. August 2007 offiziell die zweite Teilnahme eines deutschen Teams zum America´s Cup bekannt gegeben und damit den Grundstein für eine erfolgreiche Fortführung beim 33. America´s Cup vor Valencia gelegt. „Mit dem heutigen Tage geht ein weiterer Traum für den deutschen Segelsport in Erfüllung. Nicht nur die Fortführung der Kampagne, sondern die Verpflichtungen von Jochen Schümann und Karol Jablonski, sowie das großartige Engagement der United Internet AG, der AUDI AG und Porsche Consulting sind gute Gründe, sich auf eine erfolgreiche Deutsche Challenge beim 33. America´s Cup zu freuen“, sagt der Kommodore des Deutschen Challenger Yacht Clubs, Willy Kuhweide. „Unser spezieller Dank gilt Ralph Dommermuth. Seinem persönlichen Engagement ist es zu verdanken, dass Deutschland zu einem Teil des legendären America´s Cups geworden ist“, so Deutschlands Segellegende.

www.ui-team-germany.de

Alinghi forciert 33. Cup in Valencia 2009

Americas Cup: Alinghi forciert 33. Cup in Valencia 2009 - UIT Germany zugelassen
06. September 2007 - Das deutsche United Internet Team ist als Herausforderer zum Americas Cup 2009 zugelassen. Gestern Nachmittag (5. September) informierte Alinghi, Titelverteidiger des 33. America’s Cup, am Sitz der Société Nautique de Genève (dem Club des Zweimaligen Cup-Siegers) über den Stand der Vorbereitungen des 33. America’s Cup. Dieser Presse-Anlass markierte den Start der 33. America’s-Cup-Kampagne und die Wiederaufnahme der Arbeit nach den Ferien im August. Alinghi nahm dabei auch Stellung zu den neuen Regeln für den Cup 2009 und der Klage von BMW Oracle USA gegen die neuen Austragungsmodi und präzisierte einige Vorschriften, die beim neuen Cup gelten sollen.



Alinghi bei der Verteidigung gegen Neuseeland am 30. Juni 2007. (Foto ©ThMartinez /Alinghi.)



Team-Skipper Brad Butterworth wurde von Rechtsberater Hamish Ross und Michel Hodara vom America’s-Cup-Management begleitet.

Die Gruppe kündigte mehrere Entwicklungen in den Vorbereitungen des 33. America’s Cup an. Zum einen, dass die Design-Konsultations-Phase, die Mitte September starten soll, sechs Wochen dauern wird – in dieser Zeit werden die Regeln der Klasse definiert. Die Konsultation wird durch einen Beratungs-Experten unterstützt, um sicherzustellen, dass die Interessen aller fünf Herausforderer berücksichtigt werden. Zum anderen erklärte Brad, das Ziel bei der Entwicklung der Regeln sei, die Design-Vorgaben eng abzustecken, um möglichst enge und spannende Rennen zu fördern. „Unser Ziel ist es, enge Design-Richtlinien zu definieren, um sicherzustellen, dass die seglerischen Fähigkeiten und spannende Rennen, wie wir sie während des 32. America’s Cup gesehen haben, im Zentrum stehen. Dies wird uns, zusammen mit den beeindruckenden High-tech-Booten, helfen, unsere Vision für den nächsten Cup zu verwirklichen“, erklärte er während des Medien-Briefings in Genf. „Wir wollen den America’s Cup zurückbringen in die grossartige Zeit der J-Class-Yachten, aber natürlich in einer modernen Form mit den neusten technischen Möglichkeiten. So garantieren wir ein grossartiges Spektakel und einen einzigartigen Event für Segelfans rund um die Welt.“

Zudem wurde angekündigt, dass die Competitor-Kommission in den nächsten Tagen zusammenkommen wird, um den 33. America’s Cup und Elemente des Protokolls zu diskutieren, mit dem Ziel, aus dieser Kampagne einen noch grösseren Erfolg zu machen.

ACM bestätigte weiter, dass Valencia vom spanischen Minister-Rat angenommen wurde und damit nun offiziell von allen spanischen Behörden als Austragungsort für den 33. America’s Cup ratifiziert worden ist. Damit sind sämtliche vertraglichen Prozesse betreffend den Austragungsort für den Cup 2009 abgeschlossen. ACM bestätigte zudem, dass United Internet Team Germany offiziell als fünfter Herausforderer akzeptiert wurde.

„Die meisten Team-Mitglieder sind von den Sommerferien zurück und wir sind mitten in den Vorbereitungen für den Cup im Jahr 2009. Unser Hauptfokus liegt darauf, die neuen Class-Regeln in Konsultation mit den fünf bestätigten Herausforderern zu entwickeln“, sagte Brad Butterworth und fügte hinzu „diese neuen Class-Regeln werden am 31. Oktober 2007 herausgegeben, 18 Monate vor der ersten Vorregatta mit den neuen Booten und zwei Monate früher als anfänglich geplant.“

Brad nutzte die Gelegenheit, um einzelne Aspekte des Protokolls, die während des Sommers falsch ausgelegt wurden, richtig zu stellen und zu erklären:



Bekanntgabe des 33. America's Cup in Valencia (Foto © Ivo Rovira / Alinghi) (ACM Press Conference. Von links nach rechts: Manuel Chirivella,Elena Salgado, Spanish Minister of Infrastructure, Francisco Camps, President of Generalitat Valenciana,Ernesto Bertarelli, Alinghi Head Syndicate, Rita Barberà, Mayoress of Valencia,Michel Bonnefous, ACM President).



ERKLÄRUNGEN ZU DEN ELEMENTEN DES 33. PROTOKOLLS

Es wurde behauptet, dass CNEV eine „Farce“ und damit kein legitimer Challenger of Record sei?
A: Die Legitimität des CNEV steht ausser Frage. Für den 32. America’s Cup repräsentierte Desafío Español die spanische Segelgemeinschaft durch die Vereinigung und es wurde beschlossen, einen neuen Club zu gründen, der das Wesen des spanischen Segelsports verkörpert. Dieser neue Club hält den America’s-Cup-Geist in Spanien hoch und wird vom Vize-Vorsitzenden der spanischen Segelvereinigung geführt. BMW Oracle Racing versucht, die Herausforderung auf zwei Arten zu untergraben, die beide irrig sind, da es mehrere Beispiele von Clubs gibt, die speziell für die Herausforderung im America’s Cup gegründet wurden (darunter Clubs aus Australien, Japan, Deutschland, USA und Kanada), und ebenso von Clubs, die Regattas ausgetragen haben, nachdem sie ihre Herausforderung angemeldet hatten. Die Glaubwürdigkeit der spanischen Herausforderung wird zudem weiter unterstützt durch die starke Leistung, die sie im 32. America’s Cup bis in die Halbfinals brachte.

Welche Auswirkungen hat die gerichtliche Anfechtung durch BMW Oracle Racing?
Dies ist ein juristisches Scharmützel durch eine Partei. Tatsache ist: Sechs Teilnehmer, inklusive Alinghi, stehen bereit für den 33. America’s Cup. Es lenkt vom America’s Cup ab und ist eine rein egoistische Aktion zu eigenen Vorteil. Zudem ist es für die Teams, die ihre Teilnahme noch nicht bekannt gegeben haben, sehr schädlich. Denn dieses Klima der Unsicherheit, das durch den GGYC geschürt wird, erschwert ihnen die Suche nach Sponsoren und den Aufbau ihrer Teams. Im 32. America’s Cup war die beste Action auf dem Wasser zu sehen – genau das wollen wir auch für den 33. America’s Cup.

Aufgrund welcher Tatsachen kann das ACM eine Herausforderung ablehnen?
Siehe AC 33 Protokoll, Paragraph 2.7 (d), 4.4
A: Zuallererst muss der Bewerber die Bedingungen der Deed of Gift und des Protokolls erfüllen. Zudem ist das ACM der Organisator des Anlasses und dieses Regelwerk wurde verfasst weil wir, wie andere grosse Sportanlässe, eine begrenzte Anzahl an Teilnehmer-Plätzen haben. Wenn ein potenzieller Teilnehmer sich aber ungerecht behandelt fühlt, kann er über das Arbitration Panel rekurrieren.

Kann das ACM jeden Teilnehmer jeder Zeit ausschliessen?
Siehe Protokoll, Paragraph 5.4 (b) (d)
A: Nein, das ACM hat nicht die Befugnis, einen Teilnehmer jederzeit auszuschliessen. Das ACM hat das Recht, einen Teilnehmer, der sich weigert, die Regeln zu befolgen, zu disqualifizieren. Aber auch in dieser Situation kann der betroffene Teilnehmer sich an das Arbitration Panel wenden.
Diese Bestimmungen sind vergleichbar mit jenen anderer Organisatoren globaler Sportanlässe, wie IOC, FIFA und FIA.

Sind die Offiziellen nicht unabhängig?
Siehe Protokoll, Paragraph 5.4
A: Das Protokoll beinhaltet Regeln, die fairen Segelsport garantieren und aus sportlicher Sicht wird sich der 33. America’s Cup in keiner Weise von der 32. Ausgabe unterscheiden. Wichtig ist, was auf dem Wasser und während der Segelwettbewerbe passiert – das wird von erfahrenen Offiziellen geleitet, deren Integrität feststeht und die von der International Sailing Federation (ISAF) akkreditiert sind. Der Challenger of Record kann jedes Senior Appointment (jene Offiziellen mit Entscheidungsrecht) anfechten, wenn er glaubt, die Person sei nicht neutral, und die Segel Jury wird dann entscheiden, ob die entsprechende Person neutral ist oder nicht.

Weshalb muss das ACM das Recht haben, die Regeln des Wettbewerbs „von Zeit zu Zeit“ zu ändern?
Siehe Protokoll, Paragraph 17
A: Das ACM führte den 32. America’s Cup durch, der als bester America’s Cup aller Zeiten gilt, und das Management braucht eine angemessene Autorität, um die 33. Ausgabe durchzuführen. Das ist genau wie bei anderen globalen High-tech-Sportarten, wo die Leitung in einer dynamischen Umgebung regelmässig Interpretationen und Anpassungen der sportlichen und technischen Regeln vornehmen muss.
Der Challenger of Record und der Titelverteidiger können einschneidende Änderungen ablehnen und das ACM kann sich dann mit der vorgeschlagenen Änderung an das Arbitration Panel wenden.

Die neue Competitor Commission hat kein Stimmrecht?
Siehe Protokoll, Paragraph 10.1
A: Der Titelverteidiger und das ACM müssen die Herausforderer konsultieren, um sicherzustellen, dass der nächste Event so gut wie möglich wird, und deshalb machte es Sinn, in diesem Forum vertreten zu sein.
Man sollte beachten, dass die Challenger-Kommission beim letzten Mal auch kein Stimmrecht hatte, was den Wettbewerb betraf, sondern sie konnte nur Empfehlungen abgeben. Dasselbe gilt für die Competitor Commission dieses Mal.

Die späte Veröffentlichung der neuen Class-Regeln gibt den Teams nicht genügend Zeit und verschafft Alinghi einen unfairen Vorteil?
A: Wir haben seit 2003 mit dem Gedanken gespielt, die Klasse zu ändern; in der Tat war Russell Coutts ein grosser Befürworter einer neuen Bootsklasse für den 32. America’s Cup. Das Design-Team ist nach den Sommerferien nun wieder am Arbeiten und bereitet sich auf die sechswöchige Konsultations-Phase vor, die Mitte September beginnt. Diese Konsultation resultiert in der Definition der neuen Class-Regeln, die am 31. Oktober 2007 veröffentlicht werden – 18 Monate vor der ersten Vorregatta mit den neuen Booten und zwei Monate früher als ursprünglich geplant. Um die Arbeit während der Konsultations-Phase zu unterstützen und um sicherzustellen, dass die Interessen aller fünf Herausforderer berücksichtigt werden, wird ein geeigneter Beratungs-Experte ernannt, der den Prozess begleitet und kontrolliert.

Wie garantieren die neuen Class-Regeln „enge und spannende“ Rennen?
A: Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass alle Teilnehmer auf dem gleichen Level starten. Es ist unsere Absicht, die Design-Parameter für die neue Klasse zu limitieren, denn das wird uns helfen, unsere Vision zu realisieren: top-moderne Boote und kompetitive Rennen, die dem wichtigsten Anlass im internationalen Segelsport würdig sind.

Wird sich Alinghi durch die Teilnahme an der Challenger Selection Series (CSS) nicht einen unfairen Vorteil verschaffen?
Gemäss unserer Philosophie „Kosten reduzieren und den Wettbewerb stärken“ werden wir für den 33. America’s Cup zum Konzept zurückkehren, das nur ein Boot pro Team zulässt. Dies ist die beste Lösung, um die Kosten aktiv zu reduzieren, denn man muss nicht zwei komplette Crews rekrutieren und zwei voll geriggte Boote bauen und unterhalten. Gleichzeitig allerdings muss der Titelverteidiger die Gelegenheit bekommen, seine relative Leistung einzuschätzen und zu entwickeln. Deshalb muss er an der Series teilnehmen können. Die andere Lösung wäre gewesen, dass der Titelverteidiger von Beginn der Kampagne an Zwei-Boote-Tests durchführt. Doch das wäre teuer und vom Unterhaltungswert her weniger attraktiv gewesen.


www.alinghi.com

Alinghi passte das Protokoll an


Mit Anpassungen im Protokoll sind Alinghi und das Desafio Español als Challenger of Record den anderen Herausforderern im Kampf um den America's Cup einen Schritt weit entgegengekommen. Alinghi hofft, damit auch Oracle zum Einlenken bewegen zu können.
Das überarbeitete Protokoll enthält einige Zugeständnisse in Bezug auf den Einflussbereich des Organisators America's Cup Management (ACM). Wenn ACM ein Team disqualifiziert, wird dem betroffenen Syndikat neu eine Rekursmöglichkeit vor dem Schiedsgericht zugestanden. Ausserdem kann ACM eine Herausforderung nicht mehr aus reiner Willkür ablehnen, sondern nur noch, wenn gewisse Kriterien nicht erfüllt sind.

Alinghi und Desafio Español reagierten auch auf eine Empfehlung des Schiedsgerichts. Von ACM geplante Anpassungen des Protokolls oder anderer Regeln, welche den Zuständigkeitsbereich des Schiedsgerichts betreffen, müssen von diesem künftig abgesegnet werden. ACM ist auch nicht mehr ermächtigt, Mitglieder des Schiedsgerichts abzusetzen.

Alinghi und Oracle streiten sich vor US-Gericht

Fernab von Wellen und Wind stellen sich die America's Cup-Kontrahenten seit Montagnachmittag einem neuen Streit: Oracle beschuldigt Alinghi vor einem US-Gericht, sich für den nächsten Cup unfaire Vorteile verschaffen zu wollen.
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Vor dem New Yorker Supreme Court behauptet der Golden Gate Yacht Club (GGYC) im Namen von Oracle, die für Alinghi eintretende Société Nautique de Genève (SNG) lege das Protokoll für die Durchführung der nächsten Wettregatta 2009 in Valencia zu ihren Gunsten fest.
Dies verletze die Stiftungsurkunde, die den New Yorker Supreme Court als Gerichtsstand fest legt.Richter Herman Cahn ermunterte die Konfliktparteien, die beide mit einem halben Dutzend Anwälten erschienen waren, in der 15 Minuten dauerndenVerhandlung, sich aussergerichtlich zu einigen. "Ihr wollt doch nicht, dass ich die Regeln für eine Regatta festlege", sagte Cahn zu den Anwälten.
Die Forderung des GGYC, das Verfahren rasch aufzunehmen und die Beweisaufnahme einzuleiten, wies der Richter ab. Er setzte den 22. Oktober für ein nächstes Hearing fest. Dann soll entschieden werden, ob sich das Gericht weiter für den Fall zuständig sieht.
Der Rechtsexperte von Alinghi, Hamish Ross, zeigte sich gegenüber Schweizer Medienvertretern zufrieden über den Verlauf der Verhandlung. Falls die Sache vorher nicht aussergerichtlich geregelt werden könne, werde der SNG bei der nächsten Anhörung voraussichtlich eine Motion zur Abweisung des Falles einreichen.
Auch der Rechtsvertreter von Oracle, Thomas Ehman, zeigte sich nach dem Hearing zuversichtlich. Der Richter habe mit der Festlegung des nächsten Termins in nur fünf Wochen gezeigt, dass er plane, den Fall schnell zu behandeln, sagte Ehman.-->(Quelle: SDA)